Adventskalender #10 – Showstopper

Einen wunderbaren, wunderschönen 10.Dezember miteinander! Nur noch 14 Tage bis Weihnachten – das sind gerademal zwei Wochen! Die Zeit rennt, deswegen schnattern wir nicht länger herum und sehen uns die Falle des Tages an!
Zuvor ein Wort der Warnung – dieser Inhalt richtet sich primär an Spielleiter*Innen. Wenn ihr also Spieler*Innen seid, seid euch bitte bewusst, dass ihr euch selbst spoilern könntet.

Showstopper

Der Gang vor euch wirkt beinahe bedrohlich. In Öllampen an den Wänden tanzen kleine Flammen und werfen wilde Schattenspiele an die Wände. Dort hängen auf jeder Seite vier riesige Porträts, links vier Frauen und rechts vier Männer. Allen ist gemein, dass sie edle Pelze tragen und grimmig dreinblicken. Ihr Augen sind so gemalt, dass es wirkt, als würden sie euch direkt ansehen, nein, auf euch herabsehen.

In der Mitte des Gangs befindet sich ein großer Spalt, kaum zwei Meter sind es bis zur anderen Seite. Im Licht der Lampen könnt ihr am Boden des Spalts spitze Metallspeere erkennen, bereit, ein unglückliches Opfer aufzuspießen.

Das Problem

Der Spalt ist nicht besonders breit. Es ist keine echte Herausforderung, ihn zu überspringen. Das eigentliche Problem ist ein anderes: die unsichtbare Wand auf der anderen Seite. Ein beherzter Sprung lässt einen Charakter gehen diese prallen, wodurch man unweigerlich in die Tiefe fällt.

Die Wand ist eine Mauer aus Stein, die mit magischer Farbe angestrichen wurde, sodass sie nicht gesehen werden kann. Wenn es ohne Magie gehen soll, erfüllt eine dicke Glasscheibe den Zweck.

Die Lösung
Die unsichtbare Wand erstreckt sich nicht über die ganze Breite des Gangs. Man kann „einfach“ an einer der Wände entlang springen und so über den Spalt kommen. Am einfachsten findet man die Lücke mit Hilfe eines Stocks, Schwerts oder einem ähnlichen Gegenstand.

Die Alternative(n)
Bei der Falle gibt es einiges an Stellschrauben, um sie entweder schwerer oder leichter zu machen. Zunächst die üblichen Dinge: es müssen keine tödlichen Speere im Loch sein. Ob Säure, Jauche, Juckpulver, Wasser, Eselsmilch oder einfach nichts – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es muss nur in den Spalt passen, also macht der verschwundene Koloss von Rhodos nicht ganz so viel Sinn.

Dann zur „Unsichtbarkeit“ der Wand – sie kann auch transparent sein. Der Unterschied ist, dass ihr dann durch das Flackern der Lampen kleine Unfeinheiten an den Rändern der Mauer sehen würdet. Es wäre also leichter, das Hindernis zu bemerken.

Statt einer massiven Wand aus Stein könnt ihr auch eine Holzwand verwenden, oder Papier, auf das eine Illusion eines leeren Gangs projeziert wird. Sobald ein Charakter springt, durchstößt er oder sie die Papierwand und wird von einem Ungeheuer oder einer Falle auf der anderen Seite begrüßt.

Die Geschichte

Die ganze Sache kam Phirella gleich seltsam vor. Sie war nun wirklich nicht die begabteste Springerin und sah sich eher in einer Bibliothek, als im Trainingscenter. Aber dieser Spalt, der war ja keine drei Meter lang. Das hatte sie schon mit 14 geschafft. Es gab also keinen Grund, warum sie nach unten in die Grube mit flüssigem Käse fallen sollte.
Das klang übrigens auch seltsam. Warum war Käse in dem Loch und warum war er flüssig? Gab es hier eine Wärmequelle? War der ganze Tempel vielleicht auf einem aktiven Vulkan errichtet? Fragen über Fragen.

Die einzig wichtige Frage, die Phirella aber durch den Kopf schoss, als sie mit schmerzender Wange und knallrotem Gesicht in die Käsegrube fiel: Gegen was war sie da gerade mit voller Wucht gesprungen? Der Aufprall hatte furchtbar geschmerzt, aber trotzdem hatte das Material leicht nachgegeben.
Keine Zeit für weitere Analysen. Tief Luft holen und… Da kommt der Käse. Das Gefühl war unbeschreiblich. Diese warme, klebrige Masse schoss sofort an jede Stelle, an der niemals Käse sein sollte. Und das Gefühl war nicht das schlimmste. Auch die Tortur, die ihrem Haar bevorstand, war verschmerzbar. Nein, das schlimmste, peinlichste, unangenehmste war der Blick auf dem Gesicht von Aiden, der ihr zugesehen hatte, wie sie sprang, fiel und nun aus dem gelben Bad auftauchte.

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn am Boden des Lochs irgendetwas tödliches gewesen wäre…

Euer Feedback

Ob via Kommentar im Blog, auf Twitter oder in unserem Discord – teilt eure Eindrücke mit mir!

Wenn ihr die letzten Fallen sehen wollt, findet ihr sie hier:
Adventskalender voller Fallen
Adventskalender #1 – Arizaras Pfad
Adventskalender #2 – Packende Löcher
Adventskalender #3 – Anziehungskraft
Adventskalender #4 – Olsens Schloss
Adventskalender #5 – Abenteurerfalle
Adventskalender #6 – Schwebende Knochen
Adventskalender #7 – Eimer voller Wasser
Adventskalender #8 – Rutschige Rampe
Adventskalender #9 – Schlummerkappen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.